Stationärer Handel untergräbt Sicherheitsversprechen

Alles zu den Akzeptanzstellen am POS in Deutschland, der Schweiz und Österreich
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Schefti
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Stationärer Handel untergräbt Sicherheitsversprechen

Beitrag von Schefti » So 12. Nov 2017, 01:56

Seit einer Woche kann ich, dank boon, Apple Pay nutzen. Nach den ersten Zahlungsvorgängen kann ich nur sagen absolute Spitze, einfacher und sicherer geht nicht - zumindest was Apple Pay betrifft. Doch es zeigt sich auch, dass der Handel die Sicherheit untergräbt und damit die Einführung des mobile Payments schon in den Kinderschuhen bedroht.
Einkauf bei Mediamarkt, 199€ kontaktlos bezahlt, keine PIN sondern mit Unterschrift, diese wurde nicht geprüft - wie auch.
Noch härter dann beim Marktkauf, knapp 75€ kontaktlos bezahlt, diesmal keine Unterschrift und keine PIN!!!
Wie kann das sein, das Sicherheitsversprechen ist eindeutig und auch notwendig - ab 25€ nur mit PIN, die Realität sieht aber anders aus.
Das ist ein richtiges Problem, einerseits ein Risiko für die Nutzer aber viel schlimmer, dass ist Wasser auf den Mühlen der Kritiker.
Wer überwacht das eigentlich und an wen kann man sich wenden? Damit meine ich natürlich nicht den Händler, auch nicht die Bank.

Wäre doch schade, wegen solcher dummen Fehler die Einführung zu gefährden!

Gruß Schefti

UhrZ
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Re: Stationärer Handel untergräbt Sicherheitsversprechen

Beitrag von UhrZ » So 12. Nov 2017, 14:04

Durch den Fingerabdruck beim Handy und der PIN bei der Apple Watch zahlt man immer mit PIN. Der PIN oder die Unterschrift werden nur bei veralteten Geräten oder die Unterschrift bei unwissenden Kassierern verlangt. Deshalb ist ja ApplePay eigentlich so praktisch. Ich halte bei REWE immer nur meine Uhr kurz ans Terminal und packe dann bis die Bestätigung der Kasse kommt, noch meine restlichen Artikel ein und das wars.

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Claus
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Re: Stationärer Handel untergräbt Sicherheitsversprechen

Beitrag von Claus » So 12. Nov 2017, 14:47

Hallo,

sehe ich eigentlich genauso wie @UhrZ. Bei einer Plastikkarte mit NFC Funktionalität ist das etwas anderes. Die kann gestohlen werden und hier wäre in Folge ein Missbrauch vorprogrammiert. Ohne meinen Fingerabdruck beim iPhone, ist selbst ein Einkauf unter 25 € nicht möglich. So wie es auch schon UhrZ erwähnt, bezahle ich insofern immer mit "PIN". Bei der Watch ist es letztendlich nicht anderes.

Ich mache das beim Einkauf im Prinzip ähnlich. Die Kassiererin nennt mir den Betrag, ich sage mit Karte und halte die Uhr für 1-2 Sekunden an das Terminal. Bis zum Ausdruck des Bons packe ich weiter ein. Schneller und bequemer geht es eigentlich nicht.

Wobei @Schefti mit seiner Aussage grundsätzlich recht hat. Kommuniziert wird es anders. Selbst Apple schreibt in Bezug auf Apple Pay, dass ab 25 € eine PIN Eingabe am Terminal erforderlich ist. Dennoch, so wie es jetzt läuft sehe ich in Bezug auf die Sicherheit, dank Touch-ID, überhaupt kein Sicherheitsrisiko und bin froh, dass der Bezahlvorgang so einfach funktioniert. Eine weitere PIN Eingabe wäre für mich unnütz.
Sie können ihr Geld natürlich auch zum Windows herauswerfen!

Cyberwave
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Re: Stationärer Handel untergräbt Sicherheitsversprechen

Beitrag von Cyberwave » So 12. Nov 2017, 23:45

Stimme den Vorrednern zu. Dank faceid/touchid bzw. der Aufforderung die Uhr beim ablegen und anlegen erneut zu entsperren, finde ich es sicherer als z.b. Girogo (auch wenn hier nur 25€ möglich sind).

RolandHB1
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Re: Stationärer Handel untergräbt Sicherheitsversprechen

Beitrag von RolandHB1 » Di 20. Mär 2018, 23:10

Hallo zusammen,

das Gegenteil ist der Fall: die Zahlung mit ApplePay ist sicherer.

„CDCVM“ (Consumer Device Cardholder Verification Method“ heisst die Methode, hierbei verlagert sich die Autorisierung weg vom Terminal hin zum Endgerät (iPhone oder Watch).

Beste Grüße aus Bremen

Thorsten

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